Dezentrale Wärmeversorgung
Für diese Gebiete schließt der Wärmeplan Fernwärme aus, da sie hier sehr wahrscheinlich teurer als eine dezentrale Versorgung wäre.
Ein Umstieg auf emissionsfreies Heizen bei nächster Gelegenheit wird empfohlen.
Gebiete ohne Wärmenetze
Barkhausen
Bentrup
Berlebeck
Brokhausen
Heiligenkirchen
Heidenoldendorf (West u. Nord)
Hornoldendorf
Jerxen-Orbke / Dehlentrup (angrenzende Teilgebiete)
Loßbruch
Mosebeck
Nienhagen / Jerxen-Orbke (angrenzende Teilgebiete)
Niederschönhagen
Niewald
Oberschönhagen
Oettern-Bremke
Pivitsheide VL/VH (Nord)
Schönemark
Vahlhausen
Optionen der dezentralen Wärmeversorgung
Neben Wärmepumpen (Luft/Sole) stehen noch weitere Optionen zur Verfügung. Hier wird beispielhaft die Wärmepumpe vorgestellt.
Wärmepumpe
Steht dein Haus in einem Gebiet ohne wahrscheinliches Wärmenetz, dann ist eine Wärmepumpe mit Luft oder oberflächennaher Geothermie womöglich die wirtschaftlichste Option beim Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Durch einen Wechsel von einer Erdgasheizung (244 g CO₂e/kWh) zu einer Wärmepumpe mit Bundesstrom lassen sich bereits heute ca. 50% der THG-Emissionen einsparen. Beim Wechsel von Heizöl (310 g CO₂e/kWh) zu Wärmepumpe sogar ca. 60%. Da Strom immer emissionsärmer wird, steigt dieser Vorteil jährlich – besonders, wenn wir in Detmold die erneuerbare Stromproduktion ausbauen.
Wärmepumpen nutzen die Umgebungsenergie aus Luft, Boden oder Wasser und wandeln sie in Wärme um. Im Vergleich zu fossilen Öl- und Gasheizungen haben sie einen höheren Wirkungsgrad, da sie deutlich mehr Energie liefern, als sie verbrauchen. Sie benötigen nur eine geringe Menge an Strom, um Wärme aus der Umgebung zu extrahieren und auf ein nutzbares Niveau zu erhöhen. So kann eine Wärmepumpe, je nach Modell und Umgebungsbedingungen, das 3- bis 5-fache der elektrischen Energie, die sie verbraucht, als Wärmeenergie bereitstellen.
Häufig noch unbekannt ist die Tatsache, dass Wärmepumpen auch im Altbau wirtschaftlich eingesetzt werden können. Mittlerweile sind nicht nur hohe Vorlauftemperaturen von bspw. 80°C möglich – weshalb Wärmepumpen auch für unsanierten Altbau einsetzbar sind – sondern oft reicht schon der Austausch einzelner Heizkörper, um eine Wärmepumpe mit niedrigerer maximaler Vorlauftemperatur verwenden zu können (bspw. 55°C).
Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden
Meine Anlage ist funktionstüchtig oder kann repariert werden
Funktionsfähige Heizungsanlagen dürfen bis Ende 2044 weiter genutzt werden.
Mit der Zeit steigen jedoch nicht nur die Anforderungen an Heizungsanlagen, sondern sehr wahrscheinlich auch die Energiepreise für Öl, Erdgas und andere emissionsintensive Energieträger.
Meine Anlage kann nicht mehr repariert werden / muss ausgetauscht werden
Bis 31. Juni 2028 müssen neue Anlage keine verschärften Anforderungen erfüllen.
Ab dem 1. Juli 2028 muss eine neue Heizungsanlage nun für mindestens 65% der erzeugten Wärme erneuerbare Energie verwenden. Dazu zählen Wärmepumpe, Stromdirektheizung, Solarthermie-Anlagen und andere.
Unterstützung erhalten
Die Wärmewende ist unvermeidlich. Um von Energiepreis-Entwicklungen nicht überrascht zu werden, empfehlen wir daher, frühzeitig über einen Wechsel zu einer emissionsfreien Heizungsanlage nachzudenken.
Heizungsanlagen in Neubau-Gebieten
Eine neue Heizungsanlage muss für mindestens 65% der erzeugten Wärme erneuerbare Energie verwenden. Dazu zählen Wärmepumpen, Stromdirektheizungen, Solarthermie-Anlagen und andere.
Gesetzliche Vorgaben (ALTBAUNEU, MWIKE NRW)
Expert*innen finden (ALTBAUNEU, MWIKE NRW)
Kontakt für Fragen an die Verwaltung
Du kannst dich jederzeit via E-Mail an uns wenden.