Das Außengerät einer Wärmepumpe steht vor einem Haus mit Holzfassade.
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Handlungsfeld Energienutzung

In Detmold stellt die fossile Wärme-Erzeugung 39 % aller THG-Emissionen im Stadtgebiet dar.

Der Ausstieg aus dem fossilen Energieverbrauch spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaziele. Ein großer Teil der weltweiten CO2- Emissionen wird durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe zur Wärmeversorgung verursacht. In Detmold stellt die fossile Wärme-Erzeugung 39% aller THG-Emissionen im Stadtgebiet dar – mit Erdgas zu 27% als größte einzelne THG-Emissionsquelle. In den letzten 5 Jahren wurden in Deutschland jährlich 4-6% der Wärmeerzeuger ausgetauscht. Da auch heute noch Öl- und Gasheizungen verbaut werden, würde eine Dekarbonisierung des Wärmesektors beim durchschnittlichen Tempo von jährlich 5% ca. 20 Jahre dauern. Eine Steigerung auf jährlich 7% würde die Zeit bereits auf 15 Jahre verkürzen. Bis 2035 könnten dadurch theoretisch ca. zwei Drittel der Wärmeerzeuger in Detmold adressiert werden. Dieses Konzept verfolgt daher im Bereich Wärme Maßnahmen, die das Tempo erhöhen, indem ein Umstieg attraktiver wird und indem Handwerkskapazitäten aufgebaut oder effizienter genutzt werden.

Die Satellitenansicht einer Karte auf einem Laptop.
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Neben dem Wechsel zur klimaneutralen Detmolder Fernwärme ist die Elektrifizierung der fossilen Wärme-Erzeugung dabei eine der effektivsten Methoden zur Verringerung der THG-Emissionen und unerlässlich zur Begrenzung der globalen Erwärmung. Aktuell sind schätzungsweise nur ca. 1-2% aller Wärmeerzeuger in Detmold Wärmepumpen, deutlich weniger als im deutschen Durchschnitt von 9%. In Detmold wurde in den letzten Jahren der Austausch von alten Heizkesseln zeitlich vorgezogen – meist wurden jedoch noch neue Erdgas- und Ölheizungen eingebaut.

Die Umstellung der Wärme-Erzeugung ist ein gewaltiger Kraftakt, der dann besonders ins Rollen kommt, wenn der Umstieg auch zu wirtschaftlichen Vorteilen führt. Die Elektrifizierung von Wärme im Bereich Gebäude, produzierendes Gewerbe und bis hin zu Industrie muss daher mit dem Ausbau günstiger erneuerbarer Energien einhergehen, um sicherzustellen, dass der Umstieg nicht zu höheren Energiekosten führt

Blick in eine Straße mit Wohnhäusern, alles ist weiß mit Schnee bedeckt.
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